Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Fördermittel aus dem Landessanierungsprogramm aufgestockt - Brigachtal erhält weitere 500.000 Euro Landesfinanzhilfe

Erfreuliche Nachricht aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und ein schöner Erfolg für die Gemeinde Brigachtal:

Die Finanzhilfe des Landes für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Überauchen“ wird im Landessanierungsprogramm (LSP) 2021 um zusätzliche 500.000 Euro erhöht.

Damit steigt der bisher bewilligte Landeszuschuss für das Gesamtprojekt von 2,0 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro an. Das Land beteiligt sich mit 60 % am bewilligten Förderrahmen, 40 % hat die Gemeinde zu tragen. Der Förderrahmen steigt demnach von bisher 3,33 Mio. Euro auf 4,16 Mio. Euro. Der für die gesamte Ortskernsanierung Überauchen kalkulierte Förderrahmen (dieser entspricht dem Anteil der förderfähigen Kosten am Gesamtaufwand) beträgt ca. 6,1 Mio. Euro.

Neue Ortsmitte mit Dorfhaus und Kita-Neubau

Zentrales Projekt der Ortskernsanierung ist nach Durchführung eines Planungswettbewerbes die Neugestaltung der Ortsmitte. Auf dem ehemaligen „Hirt-Areal“ entsteht das neue Dorfhaus, das bis zum Herbst 2021 fertig sein wird. Aktuell ist der Rohbau errichtet.

Dorfhaus-Modell
Rohbau Dorfhaus

Die Kosten des Neubaus liegen bei ca. 4,1 Millionen Euro. Der multifunktionale Bau wird die alte Mehrzweckhalle ersetzen und Heimat für Vereinssport, Veranstaltungen und für die Bürgerschaft sein.

Schon ab dem Frühjahr soll die alte Mehrzweckhalle abgerissen werden und an deren Stelle der Neubau der Kindertagesstätte „Bondelbach“ erfolgen. Die Planungen hierzu gehen nun in die finale Phase. Der Baustart wird nach der Sommerpause 2021, die Fertigstellung bis zum Sommer 2023 angestrebt.

Als letzte kommunale Hochbaumaßnahme steht bis 2025 auch noch die Sanierung des denkmalgeschützten Heimatmuseums an.

Neubau Kita "Bondelbach" - Visualisierung

Freiraumplanung für die Ortsmitte

Zentrale Bausteine der neuen Ortsmitte werden nicht nur die Gebäude, sondern auch die Gestaltung des Freiraumes in deren Umfeld sein. Die Freiraumplanung wurde vom Überlinger Fachbüro „freiraumwerkstadt“ in enger Abstimmung mit der Gemeinde entwickelt. Der erste Bauabschnitt rund um das Dorfhaus steht 2021 schon zur Ausführung an.

Visualisierung Kriegerdenkmäler - Ansicht von Osten
Ausführungsplanung Büro freiraumwerkstadt

Neuordnung des ehemaligen "Kranz-Areals"

In direkter Nachbarschaft zur neuen Ortsmitte soll die Entwicklung des „Kranz-Areals“ mit einer standortgerechten Bebauung die Ortskernsanierung in Überauchen abrunden.

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im bereits März 2015 gefallen.

Im Landessanierungsprogramm (LSP) beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. 

Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen und zu einem kleinen innerörtlichen Wohnquartier entwickelt. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Beide Flächen wurden freigelegt und baureif gemacht. Auf dem ehemaligen „Hirt-Areal“ entsteht derzeit der Neubau des Dorfhauses. Das ehemalige „Kranz-Areal“ an der Bondelstraße soll demnächst einer Neubebauung zugeführt werden.
Nach Fertigstellung des Dorfhauses ist 2021 der Abriss der alten Mehrzweckhalle und der Neubau der dann fünfgruppigen Kindertagesstätte „Bondelbach“ an deren Stelle geplant. Die Planungen hierzu sind angelaufen. Als letzte kommunale Hochbaumaßnahme steht auch noch die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Heimatmuseums an.
Die Gemeinde hat einen Antrag auf Aufstockung der Landesfinanzhilfen beim Regierungspräsidium für die kommenden Programmjahre eingereicht. Der aktuelle Förderrahmen – also die Summe der förderfähigen Kosten – liegt bei 3,3 Mio. Euro, benötigt wird zur Umsetzung aller Maßnahmen ein Förderrahmen von ca. 6,1 Mio. Euro. Die Landesfinanzhilfe (60 %) müsste bis zum Programmende voraussichtlich 2025 somit von derzeit 2,0 Mio. Euro sukzessive auf ca. 3,7 Mio. Euro aufgestockt werden.

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Auf Beschluss des Gemeinderates wird der Fördersatz ab dem 01.01.2021 auf 15 %, die förderfähigen Kosten auf maximal 30.000 Euro reduziert. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich.
Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro (ab dem 01.01.2021 Reduzierung auf max. 25.000 Euro) möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro (ab dem 01.01.2021 Reduzierung auf max. 30.000 Euro) möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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