Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Neue Ortsmitte mit Dorfhaus und Kita-Neubau

Zentrales Projekt der Ortskernsanierung ist die Neugestaltung der Ortsmitte. Auf dem ehemaligen „Hirt-Areal“ ist das neue Dorfhaus entstanden, das inzwischen fertiggestellt ist.

Das neue Dorfhaus in Überauchen

Die Kosten des Neubaus liegen bei ca. 4,1 Millionen Euro. Der multifunktionale Bau ersetzt die alte Mehrzweckhalle und wird Heimat für Vereinssport, Veranstaltungen und für die Bürgerschaft sein. Leider war die offizielle Einweihung und Inbetriebnahme Ende 2021 coronabedingt nicht möglich. Im Mai 2022 ist ein „Tag der offenen Tür“ im Rahmen des bundesweiten Städtebauförderungstages geplant.

Die alte Mehrzweckhalle wurde abgerissen. An deren Stelle entsteht aktuell der Neubau der fünfgruppigen Kindertagesstätte „Bondelbach“. Der Baustart ist im Herbst 2021 erfolgt, die Fertigstellung bis zum Sommer 2023 angestrebt.

Als letzte kommunale Hochbaumaßnahme steht bis 2025 auch noch die Sanierung des denkmalgeschützten Heimatmuseums an. Erste Überlegungen hierzu wurden bereits gestartet.

Neubau Kita "Bondelbach" - Visualisierung

Freiraumplanung für die Ortsmitte

Zentrale Bausteine der neuen Ortsmitte werden nicht nur die Gebäude, sondern auch die Gestaltung des Freiraumes in deren Umfeld sein. Die Freiraumplanung wurde vom Überlinger Fachbüro „freiraumwerkstadt“ in enger Abstimmung mit der Gemeinde entwickelt. Der erste Bauabschnitt rund um das Dorfhaus konnte noch Ende 2021 ausgeführt werden.

Visualisierung Kriegerdenkmäler - Ansicht von Osten
Ausführungsplanung Büro freiraumwerkstadt

Neuordnung des ehemaligen "Kranz-Areals"

In direkter Nachbarschaft zur neuen Ortsmitte wird der ab Februar 2022 startende Neubau einer betreuten Wohnanlage mit 18 betreuten Wohnungen verschiedener Größe auf dem ehemaligen „Kranz-Areal“ die Ortskernsanierung abrunden. Investor istdie FWD Hausbau GmbH aus Dossenheim. Im dahinter liegenden Bereich könnten noch zwei kommunale Einzelhausbauplätze entstehen.

Visualisierung Betreue Wohnanlage FWD

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im bereits März 2015 gefallen.

Im Landessanierungsprogramm (LSP) beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. 

Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen und zu einem kleinen innerörtlichen Wohnquartier entwickelt. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) zur Neugestaltung der Ortsmitte erworben.
Die bisher zugesagte Finanzhilfe des Landes Baden-Württemberg wurde im Frühjahr 2021 um 500.000 Euro erhöht.  Damit steigt sie für das Gesamtprojekt von 2,0 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro an. Das Land beteiligt sich mit 60 % am bewilligten Förderrahmen, 40 % hat die Gemeinde zu tragen. Der Förderrahmen steigt demnach von bisher 3,33 Mio. Euro auf 4,16 Mio. Euro. Der für die gesamte Ortskernsanierung Überauchen kalkulierte Förderrahmen (dieser entspricht dem Anteil der förderfähigen Kosten am Gesamtaufwand) beträgt ca. 6,1 Mio. Euro.

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 15 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 30.000 Euro. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich.
Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 25.000 Euro möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 30.000 Euro möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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