Überauchen

Der Ortsteil Überauchen ist zwar der kleinste, doch wie mancher meint, auch der schönste Ortsteil in Brigachtal. Immerhin wurde das Dorf 1978 Kreissieger beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".


Auch Überauchens Geschichte beginnt sehr früh. Aus dem 2./3. Jahrhundert n.Chr. stammt der im "Belli" gefundene römische Gutshof Villa Rustica. Das Grabhügelfeld, das im Eggwald frei gelegt wurde, geht bis in die Hallstattzeit (7. Jahrhundert v.Chr.) zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1078. Damals nannte er sich "Ubrach" (über dem Wasser). 1805 wurde Überauchen württembergisch und kam ein Jahr später zum Großherzogtum Baden.

Auch in Überauchen wurde während der letzten 25 Jahre erheblich gebaut. Bauherren wie Gemeindevätern ist es dabei gelungen, den alten Ortskern harmonisch mit den Neubaugebieten zu verbinden. Dabei ist auch das alte Schulhaus wieder zu Ehren gekommen. Mit beispielhaftem Engagement hat die Gesellschaft für Altertums- und Brauchtumspflege e.V. hier 1982 mit dem Heimatmuseum ein Kleinod eingerichtet. Die Exponate dort bezeugen die Geschichte Brigachtals in eindrucksvoller Weise.

Siegel Überauchen

Das Siegel der Gemeinde Überauchen führte, ähnlich wie das in Klengen, einen Lorbeerkranz mit den Buchstaben "ÜA" und eine Umschrift  "Gemeinde Überauchen". Das Generallandesarchiv empfahl der Gemeinde im Jahr 1902 ein Wappen, das mit seinem goldenden Krummstab und dem silbernen Tuch (Pannisellus) auf blauem Grund auf die verschiedenen Besitztümer und Rechte der Klöster Reichenau, Salem, St. Peter und St. Georgen hinwies:
In Blau ein goldener Krummstab mit silbernem Tuch.