Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Neue Ortsmitte wird entstehen

Entwurfsplan Gestaltung Ortsmitte Überauchen

Die Neugestaltung der Ortsmitte ist ein zentraler Baustein im Rahmen der Ortskernsanierung Überauchen. Der ursprüngliche Planentwurf wurde nach Abstimmung mit dem Landratsamt, der Straßenbaubehörde und dem Behindertenbeauftragten weiter entwickelt und dem Gemeinderat vom Fachbüro „freiraumwerkstadt“ aus Überlingen im November 2019 präsentiert.

Unter anderem wurde der Grünflächenanteil der Freiflächen erhöht und die Bushaltestelle an der Bondelstraße neu positioniert. Diskutiert wurde die Position der beiden Kriegerdenkmale. Das große Denkmal zum Gedenken an die Weltkriegs-Gefallenen soll an der bisherigen Stelle erhalten bleiben. Aufgrund der nebenan entstehenden Stellplätze muss der Obelisk als Gedenkstein für die Gefallenen von 1870 aber auf alle Fälle versetzt werden. Die genaue Lage ist noch festzulegen. Auch die Positionierung des denkmalgeschützten Dorfbrunnens und dessen mögliche Verlegung in den Bereich westlich des Dorfhauses wird noch geprüft. Außerdem soll die Zukunft der Mauerreste der „villa rustica“ noch geklärt werden.

Die aktuelle Entwurfsplanung geht von einem Kostenrahmen von ca. 1.6 Mio. Euro einschließlich Preissteigerungsreserven bis zum Jahr 2025 aus. Bis dahin sollen sämtliche Bauabschnitte zur Freiraumgestaltung in der neuen Ortsmitte abgeschlossen sein.

Neues Dorfhaus

Modellansicht  Dorfhaus

Am 07.11.2019 fand in der Ortsmitte Überauchen der Spatenstich für das neue Dorfhaus statt. Verwaltung, Planer, Baufirmen, Gemeinderäte, Vereinsvertreter und interessierte Bürger feierten gemeinsam den Baubeginn. Die Gemeinde und die Bürger freuen sich nun auf das neue Gebäude, das einen wesentlichen Beitrag zur Belebung der neuen Ortsmitte leisten wird.
 
Die Kosten des Neubaus liegen bei ca. 4,1 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung ist im Sommer 2021 zu rechnen. Der multifunktionale Bau wird die alte Mehrzweckhalle ersetzen und Heimat für Vereinssport, Veranstaltungen und für die Bürgerschaft sein. Sobald das Dorfhaus steht, soll die alte Halle abgerissen werden und an deren Stelle der Neubau der Kindertagesstätte „Bondelbach“ entstehen.
 
Die Ortskernsanierung Überauchen ist ein Mammutprojekt, das die Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht die nächsten Jahre noch kräftig fordern wird. Die weitere Unterstützung des Landes Baden-Württemberg wird daher dringend benötigt. 

Der aktuell bewilligte Landeszuschuss für das Gesamtprojekt beträgt 1,5 Mio. Euro. Das Land beteiligt sich mit 60 % am bewilligten Förderrahmen, 40 % hat die Gemeinde zu tragen. Der aktuelle Förderrahmen liegt demnach bei 2,5 Mio. Euro. Der für die gesamte Ortskernsanierung Überauchen kalkulierte Förderrahmen beträgt jedoch knapp 6,0 Mio. Euro. Daher hat die Gemeinde im Herbst 2019 einen entsprechenden Aufstockungsantrag beim Land Baden-Württemberg eingereicht.
 

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im März 2015 gefallen.

Im LSP beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. 

Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Beide Flächen wurden bereits freigelegt und baureif gemacht. Das ehemalige „Kranz-Areal“ soll in absehbarer Zeit einer Neubebauung zugeführt werden.

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Die Förderbedingungen für Privatvorhaben entsprechen nach Art und Höhe denen im letzten Sanierungsgebiet „Klengen-Süd“. Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich. Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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