Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Neue Ortsmitte

Die Planungen zur Neugestaltung des Freiraums in der Ortsmitte Überauchen sind auf die Zielgeraden.

Visualisierung Kriegerdenkmäler - Ansicht von Osten
Ausführungsplanung Büro freiraumwerkstadt

Im Zuge der Ausführungsplanung wurde inzwischen die Gestaltung der Pflasterflächen festgelegt. Es kommt ein aus drei Formaten bestehendes Betonpflaster in den Farben Murg beige und Sahara gelb zur Ausführung.

Entgegen der ursprünglichen Planung bleibt der Obelisk im näheren Umfeld des Kriegerdenkmals erhalten und wird nicht in den nordwestlichen Bereich des Dorfhauses versetzt. Die beiden Denkmäler erhalten einen fußläufigen Zugang aus Richtung „Gasthaus Hirschen“.

Durch den fußläufigen Zugang zu den Kriegerdenkmälern entfallen zwei Stellplätze, welche jedoch an andere Stelle durch drei weitere Stellplätze kompensiert werden können.
Unter Berücksichtigung der vorgefundenen Bodenbelastungen, der Einsparungen im Bereich der Ausstattung und des zurückgestellten dritten Bauabschnittes ergibt sich eine Kostenberechnung von circa 1.515.000 €.
Nach Ausschreibung der Tiefbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt sollen die entsprechenden Auftragsvergaben noch im Herbst 2020 erfolgen.

Neues Dorfhaus

Bild: Architekturbüro Kuberczyk

Der Neubau des Dorfhauses wächst weiter in die Höhe. Die Rohbauarbeiten kommen planmäßig voran.  
Inzwischen wurden bereits Festlegungen zu den Einbauten für den Sport- und Veranstaltungsbetrieb getroffen.
 
Für den Sportbetrieb im Saal ist folgende Ausstattung vorgesehen: Handballtore, Volleyballnetz, Spielsäule, Sprossenwand und Hülsenreck. Auch soll an der Hallendecke eine Multischaukelanlage montiert werden. Zusätzlich wird die Möglichkeit einer Slagline-Vorrichtung geprüft.

Für den Veranstaltungsbetrieb werden eine Traverse für Licht / Ton sowie eine große Leinwand für den Saal und eine kleine Leinwand für den zusätzlichen Mehrzweckraum beschafft.Zusätzlich wird auch eine weitere Traverse inkl. Bühnenvorhang im Saal ausgeführt.
Aktuell steht die Vergabe der Dachdecker- und Blechnerarbeiten mit PV-Anlage, der Sonnenschutzarbeiten, der Sportgferäteausstattung sowie der Bühnentechnik an.
Den aktuellen Gesamtkosten von ca. 4,085 Mio. € stehen Zuschüsse aus mehreren Töpfen von insgesamt ca. 0,913 Mio. € gegenüber.

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im bereits März 2015 gefallen.

Im Landessanierungsprogramm (LSP) beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. 

Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen und zu einem kleinen innerörtlichen Wohnquartier entwickelt. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Beide Flächen wurden freigelegt und baureif gemacht. Auf dem ehemaligen „Hirt-Areal“ entsteht derzeit der Neubau des Dorfhauses. Das ehemalige „Kranz-Areal“ an der Bondelstraße soll demnächst einer Neubebauung zugeführt werden.
Nach Fertigstellung des Dorfhauses ist 2021 der Abriss der alten Mehrzweckhalle und der Neubau der dann fünfgruppigen Kindertagesstätte „Bondelbach“ an deren Stelle geplant. Die Planungen hierzu sind angelaufen. Als letzte kommunale Hochbaumaßnahme steht auch noch die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Heimatmuseums an.
Die Gemeinde hat einen Antrag auf Aufstockung der Landesfinanzhilfen beim Regierungspräsidium für die kommenden Programmjahre eingereicht. Der aktuelle Förderrahmen – also die Summe der förderfähigen Kosten – liegt bei 3,3 Mio. Euro, benötigt wird zur Umsetzung aller Maßnahmen ein Förderrahmen von ca. 6,1 Mio. Euro. Die Landesfinanzhilfe (60 %) müsste bis zum Programmende voraussichtlich 2025 somit von derzeit 2,0 Mio. Euro sukzessive auf ca. 3,7 Mio. Euro aufgestockt werden.

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Auf Beschluss des Gemeinderates wird der Fördersatz ab dem 01.01.2021 auf 15 %, die förderfähigen Kosten auf maximal 30.000 Euro reduziert. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich.
Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro (ab dem 01.01.2021 Reduzierung auf max. 25.000 Euro) möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro (ab dem 01.01.2021 Reduzierung auf max. 30.000 Euro) möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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