Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Die Neugestaltung der Ortsmitte in Überauchen ist ein zentraler Baustein der Ortskernsanierung. Aktuell wird hierzu die Freiraumplanung erarbeitet.
Der Gemeinderat hat der fortgeführten Ausführungsplanung Ende Mai 2020 zugestimmt, welche in einzelnen Punkten vom Planungsbüro in Abstimmung mit der Verwaltung optimiert worden ist.

Im Einzelnen waren dies u.a. eine Anpassung der Höhen- und Gefällelage im Bereich des Gasthauses „Hirschen sowie die Erstellung eines weiteren Stellplatzes im Norden des Dorfhauses. Ebenfalls wurde die geplante Versetzung des Obelisken nochmals erörtert.

Aus dem Gemeinderat wurde der Antrag gestellt, den Obelisken auf der Grünfläche im Osten des Dorfhauses im Ensemble mit dem dortigen Weltkriegsdenkmal zu belassen. Mehrheitlich wurde jedoch entschieden, den Obelisken wie geplant an die Nordwestecke des Dorfhauses zu versetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die Ergebnisse der Bodenuntersuchungen vom Frühjahr 2020 auf dem gesamten Baufeld. Im Bereich des Neubaus des Dorfhauses wurden bereits 2018 Bodenuntersuchungen vorgenommen, welche keine Belastungen aufwiesen. Die Analyseergebnisse für das restliche Areal weisen geringe bis zum Teil schwere Belastungen auf, was zu einem erheblichen Kostenaufwand für die Entsorgung und Verwertung des belasteten Materials führt. Die Kostenberechnung hatte derartig belaste Massen nicht vorgesehen. Zudem darf der Boden aufgrund der Belastung nur zu geringen Teilen wiederverwendet und an Ort und Stelle wieder eingebaut werden. Dies generiert weitere Kosten für den Aushub und die Anlieferung neuen Materials. Die Mehrkosten waren auf Grundlage der Analyseergebnisse auf ca. 475.000 € beziffert worden.

Erste Einsparpotenziale von ca. 330.000 € waren daraufhin erarbeitet und vom Gemeinderat beschlossen worden.

Die Einsparpotenziale setzen sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

  • Ausstattung: Reduzierung Ausstattung + Verwendung alternativer Ausstattungsprodukte (ca. 82.000 €)
  • Vorläufige Zurückstellung des dritten Bauabschnittes (Gestaltung Bondelstraße mit Seitenbereichen; ca. 250.000 €). Sollten sich die Mehrkosten durch positive Submissionsergebnisse der Bauabschnitte BA 1a – BA 2a reduzieren, kann über eine Ausführung des BA 3 beraten werden.
    Dies gilt ebenfalls für den Fall, sollte sich die Bodenbelastung bzw. die Masse des belasteten Materials geringer als angenommen herausstellen.

Die Ausschreibungsarbeiten für den ersten offiziellen BA 1b sollen nun so vorangetrieben werden, dass eine Bemusterung der zu gestaltenden Flächen und entsprechende Entscheidungen im Gemeinderat noch im Juli 2020 erfolgen können.

Neues Dorfhaus

Einbauten für Sport- und Veranstaltungsbetrieb werden festgelegt

Der Neubau des Dorfhauses nimmt Gestalt an. Die Rohbauarbeiten kommen planmäßig voran.  
Aufgrund der anstehenden Rohbauarbeiten war es erforderlich, gewisse Festlegungen zu den Einbauten für den Sport- und Veranstaltungsbetrieb zu treffen.
 
Ausgeführt werden die nach der Kostenberechnung in der Bodenplatte vorgesehenen Bodenhülsen für folgende Sportgeräte:
 
Handballtore, Volleyballnetz, Spielsäule, Sprossenwand und Hülsenreck. Auch soll an der Hallendecke eine Multischaukelanlage montiert werden. Zusätzlich wird die Möglichkeit einer Slagline-Vorrichtung geprüft.

Des Weiteren wurde auch über die Ausstattung für den Veranstaltungsbetrieb entschieden. Eine Traverse für Licht / Ton sowie eine große Leinwand für den Saal und eine kleine Leinwand für den zusätzlichen Mehrzweckraum werden beschafft.

Zusätzlich wird auch eine weitere Traverse inkl. Bühnenvorhang im Saal ausgeführt.
Die zusätzlichen Kosten für die in der Kostenberechnung nicht vorgesehene zweite Traverse inkl. Bühnenvorhang und die beiden Leinwände belaufen sich auf ca. 31.000 €. Den aktuellen Gesamtkosten von ca. 4,085 Mio. € stehen Zuschüsse aus mehreren Töpfen von insgesamt ca. 0,913 Mio. € gegenüber.

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im bereits März 2015 gefallen.

Im Landessanierungsprogramm (LSP) beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. 

Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Beide Flächen wurden freigelegt und baureif gemacht. Auf dem ehemaligen „Hirt-Areal“ entsteht derzeit der Neubau des Dorfhauses. Das ehemalige „Kranz-Areal“ an der Bondelstraße soll nach Durchführung eines Investorenauswahlverfahrens demnächst einer Neubebauung zugeführt werden.

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Die Förderbedingungen für Privatvorhaben entsprechen nach Art und Höhe denen im letzten Sanierungsgebiet „Klengen-Süd“. Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich. Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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