Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Neue Ortsmitte wird entstehen

Die Neugestaltung der Ortsmitte ist das zentrale Thema der Ortskernsanierung Überauchen. Das Ergebnis des Planungswettbewerbes vom Sommer 2017  ist von der Planungsgemeinschaft „fsp.stadtplanung“/ „freiraumwerkstadt Deißler-Göpel-Treß“ / „storz.architektur“ als Wettbewerbssieger im Frühjahr 2018 zu einem Städtebaulichen Entwurf weiterentwickelt worden.

Neues Dorfhaus in Planung

Aktuell läuft die Hochbauplanung für den Neubau des Dorfhauses in der Ortsmitte. Der Planungsauftrag wurde nach europaweiter Ausschreibung  Anfang Oktober 2018 von der Bewertungskommission an die Bietergemeinschaft „Kuberczyk Architektur / sa-architektur / k3 Landschaftsarchitektur“ vergeben.
Neben der Förderung aus dem Landessanierungsprogramm soll auch ein Förderantrag im Kommunalen Ausgleichsstock eingereicht werden. Dazu muss die Entwurfsplanung nebst Kostenschätzung bis Ende Januar 2019 vorliegen. Der Baubeginn ist ab Herbst 2019 geplant, die Fertigstellung bis Frühjahr 2021.

Nach dem Bau des Dorfhauses mit großem Multifunktionsraum im Erdgeschoss steht anschließend der Rückbau der bestehenden Mehrzweckhalle an. An deren jetzigem Standort ist dann der Neubau der Kindertagesstätte „Bondelbach“ vorgesehen. Die Sanierung des Heimatmuseums wäre neben der Freiraumgestaltung der neuen Ortsmitte dann die letzte große kommunale Maßnahme im Rahmen der Ortskernsanierung.
Die Ortskernsanierung Überauchen ist jedenfalls ein Mammutprojekt, das die Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht die nächsten Jahre noch kräftig fordern wird. Die weitere Unterstützung des Landes Baden-Württemberg wird daher dringend benötigt. 

Der aktuell bewilligte Landeszuschuss für das Gesamtprojekt beträgt 1,5 Mio. Euro. Das Land beteiligt sich mit 60 % am bewilligten Förderrahmen, 40 % hat die Gemeinde zu tragen. Der Förderrahmen liegt demnach bei 2,5 Mio. Euro. Der für die gesamte Ortskernsanierung Überauchen kalkulierte Förderrahmen beträgt ca. 5,2 Mio Euro. Insofern wird die Gemeinde im Hinblick auf die anstehenden Bauprojekte auch in den Folgejahren Aufstockungsanträge beim Land einreichen müssen.

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im März 2015 gefallen.

Im LSP beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. Bisher ist ein Landeszuschuss von 1.200.000 Euro bewilligt, was einem Förderrahmen von 2.000.000 Euro entspricht. Der für die gesamte Ortskernsanierung Überauchen kalkulierte Förderrahmen beträgt ca. 4.650.000 Euro. Damit sollen die kommunalen und privaten Projekte bis zum Ende der Programmlaufzeit – also vorläufig bis 2022 – umgesetzt werden können.
 
Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Der ehemalige „Kranz“ ist bereits abgerissen, das Areal soll im Zuge des Planungswettbewerbes einer Neubebauung zugeführt werden.
 

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Auch die Förderbedingungen für Privatvorhaben wurden festgelegt. Diese entsprechen nach Art und Höhe denen im letzten Sanierungsgebiet „Klengen-Süd“. Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich. Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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