Klengen

Klengen ist der größte und vermutlich älteste Ortsteil Brigachtals. Funde auf Klengener Gemarkung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück (um 2000 v.Chr.) Der Name "Klengen" erscheint erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen (Schweiz) aus dem Jahr 765 als "chneinga" (Ein Foto der Urkunde hängt im Rathauseingang links).  "Chneinga" ist allerdings nicht identisch mit dem heutigen Klengen, sondern ist der Name der alemannischen Urmark Klengen, die weit mehr noch umfaßte als das heutige Brigachtal.

Bis ins Jahr 1803 gehörte der Ort zu Österreich, bis 1806 zu Württemberg und danach zu Baden. Im Jahre 1893 wurde der Ort durch einen verheerenden Brand fast völlig zerstört. Kirche, Schulhaus und so gut wie alle Gebäude im Ortskern stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus.

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte Klengen eine wahre Renaissance. Die sukzessive Erschließung von Baugelände in Verbindung mit dem Ausbau der Infrastruktur leitete die Entwicklung vom Bauerndorf zu einer attraktiven Wohngemeinde im Grünen ein. So hat sich die Einwohnerzahl von damals bis heute nahezu verdreifacht. Ein Schmuckstück besonderer Art stellt das alte Schulhaus von 1893 dar. Es wurde vor einigen Jahren in ein Werk- und Vereinshaus umgebaut und prägt im Zusammespiel mit der Kirche den Ort, früher wie heute.

Das Siegel aus Klengen zeigte im ovalen Wappenschild einen Lorbeerkranz mit einem großen "K". Erst 1895 erbat die Gemeinde Vorschläge für ein Wappen vom Generallandesarchiv, die allerdings vor dem Gemeinderat nicht bestanden. Auch ein zweiter Anlauf 1901 führte zu keinem Ergebnis. Erst 1952 entstand nach einem Entwurf von Franz Wachter das Wappen mit den Symbolen der Forst- und Landwirtschaft. Zusammen mit einer Flagge in den Farben "Gelb/Grün" verlieh das Innenministerium 1960 der Gemeinde Klengen das Recht zum Führen dieses Wappens:
Im gespalteten Schild vorne in Silber auf grünem Hügel eine grüne Tanne mit schwarzem Stamm, hinten in Rot zwei goldene Ähren an gebogenen Halmen.