Betreiber für Gewerbenetz steht fest

Kabel BW wird Glasfasernetz im Gewerbegebiet Kirchdorf übernehmen.

 

Der Netzbetreibervertrag mit der Kabel BW für das neue Glasfasernetz im Gewerbegebiet Kirchdorf ist in trockenen Tüchern. Der Gemeinderat stimmte dem Vertragsentwurf in der letzten Sitzung einstimmig zu. Somit können nach Unterzeichnung auch die Restarbeiten zum Anschluss des Gewerbenetzes an das Arcor-Glasfaserkabel beim Bahngleis jetzt kurzfristig erfolgen. Kabel BW wird dann auch die aktive Technik bereitstellen. Mit der Inbetriebnahme des Netzes im Kirchdorfer Gewerbegebiet wird spätestens bis zur Sommerpause gerechnet. Mit dem Vertragsabschluss kann der Netzbetreiber demnächst auch mit der Vermarktung seiner Dienste beginnen.

 

Helmut Giger vom Fachbüro Seim&Partner stellte dem Gremium die wesentlichen Vertragsinhalte vor. Der Vertrag läuft fünf Jahre mit Verlängerungsoption, die Gemeinde als Eigentümer des Netzes erhält vom Betreiber eine jährliche Netzmiete. Diese hat aufgrund des günstigen Preisniveaus für die Endkunden aber einen eher bescheidenen Umfang. Der Vertrag war im Vorfeld auch juristisch zu prüfen, weil wegen der Förderung des Landes bestimmte Auflagen zu berücksichtigen sind. So müssen im Sinne des „Open-Access“ auch andere Betreiber die Möglichkeit haben, das Netz zu nutzen.

 

Die Gemeinde hat es damit jetzt geschafft, eines der ersten kommunalen Glasfasernetze aufzubauen, auch wenn es nur ein sehr kleines Gewerbenetz ist.

 

Weitere Schritte zum Breitbandkonzept Brigachtal

 

Das Glasfasernetz im Gewerbegebiet Kirchdorf ist nur ein erster Schritt. Mittelfristig bleibt das Ziel, die gesamte Gemeinde mit schnellem Internet zu versorgen. Auf die Schnelle wird es wegen hoher Tiefbaukosten nicht möglich sein, jedes Gebäude in der Gemeinde an das Glasfasernetz anzuschließen.

 

Das Fachbüro Seim&Partner war Ende letzten Jahres mit der Erstellung eines Grobkonzeptes für die weiteren Schritte zur Breitbandversorgung der gesamten Gemeinde beauftragt worden. In einer ersten Stufe werden zwei verschiedne Modelle auf die technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit überprüft. Sobald konkretere Ergebnisse zu den Alternativen auf dem Tisch sind, wird der Gemeinderat die Thematik weiter beraten.

 

?>