Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Ortskernsanierung Überauchen

Neue Ortsmitte

Die Planungen zur Neugestaltung des Freiraums in der Ortsmitte Überauchen gehen auf die Zielgerade. Die Ausführungsplanung wurde vom beauftragten Fachbüro „freiraumwerkstadt“ aktualisiert.

Aufgrund der vorgefundenen Bodenbelastungen und der damit verbundenen Mehrkosten wurden Einsparpotentiale gerade in Bezug auf die vorgesehenen Ausstattungsgegenstände aufgezeigt. Es sind zudem weitere Vermessungs- und Anschlusspunkte aufgenommen und weitere Bodenproben genommen worden, um eine detailliertere Aussage zur Belastung im Erdreich treffen zu können. Die Ergebnisse hierzu stehen noch aus.

Visualisierung Kriegerdenkmäler - Ansicht von Osten
Ausführungsplanung Büro freiraumwerkstadt

Inzwischen wurde die Gestaltung der Pflasterflächen festgelegt. Es kommt ein aus drei Formaten bestehendes Betonpflaster in den Farben Murg beige und Sahara gelb zur Ausführung.

An den Planungen haben sich noch Änderungen ergeben. So bleibt der Obelisk im näheren Umfeld des Kriegerdenkmals erhalten und wird nicht in den nordwestlichen Bereich des Dorfhauses versetzt. Die beiden Denkmäler erhalten einen fußläufigen Zugang aus Richtung „Gasthaus Hirschen“.

Durch den fußläufigen Zugang zu den Kriegerdenkmälern entfallen zwei Stellplätze, welche jedoch an andere Stelle durch drei weitere Stellplätze kompensiert werden können.
Aufgrund der Einsparpotentiale im Bereich der Ausstattung und des zurückgestellten dritten Bauabschnittes ergibt sich eine Kostenberechnung von circa 1.515.000 €. Dies sind gegenüber der aufgrund der vorgefundenen Bodenbelastungen deutlich erhöhten Kostenbrechung von Mai Einsparungen von circa 330.000 €. Aufgrund dieser Mehrkosten durch die Bodenbelastung liegt die Kostenberechnung aber immer noch um rund 121.000 Euro über der ursprünglichen Kostenberechnung vom November letzten Jahres.

Nach Ausschreibung der Tiefbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt 1b sollen die entsprechenden Auftragsvergaben im Herbst 2020 erfolgen.

Neues Dorfhaus

Bild: Architekturbüro Kuberczyk

Der Neubau des Dorfhauses nimmt zunehmend Gestalt an. Die Rohbauarbeiten kommen planmäßig voran.  
Inzwischen wurden bereits Festlegungen zu den Einbauten für den Sport- und Veranstaltungsbetrieb getroffen.
 
Ausgeführt werden die in der Bodenplatte vorgesehenen Bodenhülsen für folgende Sportgeräte:
 
Handballtore, Volleyballnetz, Spielsäule, Sprossenwand und Hülsenreck. Auch soll an der Hallendecke eine Multischaukelanlage montiert werden. Zusätzlich wird die Möglichkeit einer Slagline-Vorrichtung geprüft.

Des Weiteren wurde auch über die Ausstattung für den Veranstaltungsbetrieb entschieden. Eine Traverse für Licht / Ton sowie eine große Leinwand für den Saal und eine kleine Leinwand für den zusätzlichen Mehrzweckraum werden beschafft.

Zusätzlich wird auch eine weitere Traverse inkl. Bühnenvorhang im Saal ausgeführt.
Die zusätzlichen Kosten für die in der Kostenberechnung nicht vorgesehene zweite Traverse inkl. Bühnenvorhang und die beiden Leinwände belaufen sich auf ca. 31.000 €.
Aktuell stehen Entscheidungen zur Gestaltung des Daches incl. Photovoltaik-Anlage sowie zur Beschattung der Fassade an.
Den aktuellen Gesamtkosten von ca. 4,085 Mio. € stehen Zuschüsse aus mehreren Töpfen von insgesamt ca. 0,913 Mio. € gegenüber.

Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im bereits März 2015 gefallen.

Im Landessanierungsprogramm (LSP) beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. 

Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Beide Flächen wurden freigelegt und baureif gemacht. Auf dem ehemaligen „Hirt-Areal“ entsteht derzeit der Neubau des Dorfhauses. Das ehemalige „Kranz-Areal“ an der Bondelstraße soll nach Durchführung eines Investorenauswahlverfahrens demnächst einer Neubebauung zugeführt werden.

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Die Förderbedingungen für Privatvorhaben entsprechen nach Art und Höhe denen im letzten Sanierungsgebiet „Klengen-Süd“. Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich. Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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