Die Ortskernsanierung Überauchen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durch das Landessanierungsprogramm (LSP) gefördert. Näheres lesen Sie hier (189 KB)

Planungswettbewerb Ortsmitte Überauchen

Neue Ortsmitte soll entstehen

Das Erscheinungsbild der Ortsmitte von Überauchen wird sich in den kommenden Jahren im Zuge der Ortskernsanierung deutlich verändern. Das Ergebnis des Planungswettbewerbes ist dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit bereits im Sommer mit einer Ausstellung präsentiert worden. In jüngster Sitzung hat der Gemeinderat nun weitreichende Entscheidungen zur Neugestaltung der Ortsmitte getroffen sowie dem Sieger des Planungswettbewerbes den Zuschlag für die weiteren Planungen erteilt.

Planentwurf des Wettbewerbssiegers für die künftige Ortsmitte mit neuem „Dorfhaus“ (Bildmitte)
Planskizze „Dorfhaus“ mit Platzgestaltung

Nun stellte sich die Planungsgemeinschaft „fsp.stadtplanung“ (Dipl.-Ing Christian Sammel) / „freiraumwerkstadt Deißler-Göpel-Treß“ (Landschaftsarchitekt Johannes Göpel) und „storz.architektur“ (Dipl.- Ing. Bernhard Storz)  in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Öffentlichkeit vor. Auch die Grundzüge des Siegerentwurfes wurden nochmals erläutert.
 
Auf Basis der von der Planungsgemeinschaft vorgelegten Honorarentwürfe wird die diese jetzt mit der Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses zum Städtebaulichen Entwurf sowie mit einer Machbarkeitsstudie zum geplanten neuen „Dorfhaus“ und zum Neubau der Kindertagesstätte in der Ortsmitte beauftragt. Dabei werden die städtebauliche Situation, der Standort, das Raumprogramm und eine Kostenprognose erarbeitet. Auch die Neubebauung des „Kranz-Areals“ wird eine wichtige Rolle spielen. In enger Abstimmung mit der Verwaltung und unter Beteiligung der Bürgerschaft und der Betroffenen soll bis Ende Januar 2018 ein städtebauliches Entwicklungsprogramm erarbeitet werden, welches dann in den Folgejahren und in Stufen umsetzbar ist. Klar wurde in der Sitzung auch, dass wegen bestehender Förderantragsfristen und Ausschreibungsvorgaben ein Baubeginn für das neue „Dorfhaus“ wohl erst 2019 möglich wird.


Allgemeine Informationen zur Ortskernsanierung Überauchen

Landessanierungsprogramm (LSP)

Ortskern Überauchen

Mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortskern Überauchen“ sowie zu den Förderbedingungen für Privatmaßnahmen ist der formale Startschuss zur Ortskernsanierung im März 2015 gefallen.

Im LSP beteiligen sich das Land Baden-Württemberg mit 60 % und die Gemeinde mit 40 % an dem vom Land akzeptierten Förderrahmen. Bisher ist ein Landeszuschuss von 1.200.000 Euro bewilligt, was einem Förderrahmen von 2.000.000 Euro entspricht. Der für die gesamte Ortskernsanierung Überauchen kalkulierte Förderrahmen beträgt ca. 4.650.000 Euro. Damit sollen die kommunalen und privaten Projekte bis zum Ende der Programmlaufzeit – also vorläufig bis 2022 – umgesetzt werden können.
 
Die erste Maßnahme im Rahmen des Programms war die Sanierung der unteren Vorbergstraße und der Rathausstraße, die 2017 fertiggestellt wurde. Das Schlachthausareal wurde im ebenfalls 2017 abgerissen. Die Gemeinde hat die großen leerstehenden Anwesen „Bondelstraße 23“ und „Bondelstraße 26 (ehemaliges Gasthaus „Kranz“) im Sinne einer neuen Gestaltung der Ortsmitte erworben. Der ehemalige „Kranz“ ist bereits abgerissen, das Areal soll im Zuge des Planungswettbewerbes einer Neubebauung zugeführt werden.
 

Förderbedingungen für Privatvorhaben

Auch die Förderbedingungen für Privatvorhaben wurden festgelegt. Diese entsprechen nach Art und Höhe denen im letzten Sanierungsgebiet „Klengen-Süd“. Für umfassende und nachhaltige Maßnahmen im Sinne der Sanierungsziele gilt für Modernisierungsmaßnahmen ein Fördersatz von pauschal 20 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 35.000 Euro. Der Mindestaufwand muss 10.000 Euro betragen, Eigenleistungen sind möglich. Für einen notwendigen Abbruch unter Beachtung der Sanierungsziele beim Neubau ist eine Förderung von 100 % der Abbruchkosten bis max. 30.000 Euro möglich - ausgenommen sind denkmalgeschützte Objekte. Bei einer Kombination aus Abbruch und Modernisierung sind wiederum max. 35.000 Euro möglich. Zusätzlich gibt es Steuervergünstigungen gem. § 7h EStG bei Vermietung bzw. § 10f EStG bei Eigennutzung.

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